Tragische Gaunerkomödie

Da taucht aus dem Nichts ein “Investor” auf und will aus den abgewrackten Schlecker-Filialen eine internationale Nahversorger-Kette aufbauen.

Und dann fällt der Wunderwuzzi auf einen der billigsten Betrüger-Schmähs herein:  25 Millionen wollte ein italienischer Anleger angeblich in das krachende “dayli”-Projekt investieren. Aber zum Abschluss des Geschäftes möge der der gute Mann doch bitte seinerseits einmal 1 Million in bar mitbringen.

Den Rest solcher Gaunerkomödien kennt jeder kleine Kriminal-Reporter aus vielen vergangenen Fällen.

Ergebnis: 1 Million spurlos weg, Ruf als Sanierer restlos ruiniert.

Wäre fast zum Lachen. Ginge nicht tragischer Weise gleichzeitig alle Hoffnung für 3.300 Mitarbeiter von “daily” unter.

(Quelle: “Österreich”)

 

 

Kommentare

  1. Frido Berger

    Perfekt. Und dennoch ist es unglaublich, welche `Bühne” man diesem `Sanierer` doch für Monate bereitet hat und das bei einem `Konzept`, welches ebenfalls die “Retail-Wunder-Droge” war: wir bieten alles: Nahversorger, Convenience, Sonntags-Öffnung, Services….!
    Wie dieses “Leistungs-Paket” zu den “Schlecker-Standorten” in C- & D-Lagen passt, wurde allerdings zu keinem Zeitpunkt hinterfragt!
    Eine Operette! Danke für den Artikel!!
    Frido Berger

  2. Der Realist

    ich finde es trotzdem zum Lachen, war doch von Anfang an klar, dass dieser Wichtigmacher mit seinem Projekt an die Wand fährt.
    Ich suche übrigens auch schon einen Investor für meine Superidee, meine Vorstellung bewegt sich so um die !00 Millionen.

  3. Anonymous

    Dayli nicht daily

  4. I bins

    Wenn der Ruf schon ruiniert ist lässt es sich ungeniert leben und am Besten mit der Million um die man, bereits im Ausland, betrogen wurde.

  5. Johann Hochstöger

    Das kommt davon wenn man im neoliberalen Kampfeifer nicht mehr zwischen sanieren und sanirren unterscheiden kann.

  6. Robert Kutschera

    Wie dumm, oder auch verzweifelt muß man sein, daß man sich auf so etwas einläßt. Fazit ist auch, daß ihm die Gewerkschaft eine unwürdige Schlacht geliefert hat, denen sind die 3300 Arbeitsplätze scheinbar auch Wurscht!

  7. lillydooo

    voi ci ridete ma a noi dipendenti viene da piangere !!

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