Fundsachen (1)

Prominente Antworten auf die aktuelle Frage des Kurier zum Gaubwürdigkeits-Loch der  Koalition: “Land der Lügner?”

Es ist ein Grundproblem, dass die Politik paternalistisch agiert, als wären wir alle Kinder, und nicht versteht, dass das Volk das nicht will. Man darf das Volk mit der Wahrheit konfrontieren, ohne Angst haben zu müssen, die nächsten Wahlen zu verlieren. Es wäre längst an der Zeit, die Bürger wie Erwachsene zu behandeln.           Philosoph Paul Liessmann

Kann man Politikern noch glauben? Grundsätzlich ja, denn es gibt einen Unterschied zwischen „Schönreden“ und „Lügen“. Das Problem der Politik ist, dass sich der Raum zwischen den Begriffen zunehmend verengt.          Ex-LIF-Chefin Heide Schmidt

Leider mangelt es an Leadership, an Führungspersönlichkeiten, und auch an der Qualität der handelnden Politiker. Ich fürchte, wir erleben jetzt gerade die letzte Periode einer Großen Koalition.       Ex-ÖVP-Chef Erhard Busek

Wenn im Parlament mehr Millionäre vertreten sind als normale Arbeiter, ist es kein Wunder, wenn die Normalbevölkerung mit einem Durchschnittseinkommen von 1500 Euro dort nicht ihre Vertreter vermutet.       Ex-ÖH-Chefin Barbara Blaha

Die Politik ist an einem Punkt angelangt, wo die Bürger im Kleinen mit unsinnigen Verordnungen schikaniert werden, wie etwa bei der Glühbirnenverordnung, und im Großen, etwa bei der Arbeitslosigkeit, im Stich gelassen werden. Die sind offenbar nicht fähig, Prioritäten richtig zu setzen.      Philosoph Robert Pfaller

Entweder wurden wir Bürger vorsätzlich angelogen. Oder die hatten echt keine Ahnung. Beides ist für die Politik fatal.  PR-Mann Josef Kalina

Die ehemaligen Großparteien stehen der Erosion des politischen Systems ratlos gegenüber. Große Herausforderungen, wie die Bildungs- oder Gesundheitsrefom, werden zerbröselt, und man versucht, was die Monarchie schon 1914 erfolglos unternahm: Weiterwurschteln ohne unpopuläre Entscheidungen.         Philospoh Peter Kampits

 

Kommentare

  1. Martin Stifter

    Zitaten-Spende: “Mit größerer Wucht stellt sich die Vernunft dem Bösen entgegen, wenn Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.”
    (Papst Gregor I und/oder Thomas von Aquin)
    Brauchen wir wohl ein Stück davon heute. Zorn ist gerichtet – Wut nur nebulos.

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