Die Wahrheit hinter einer US-Statistik

Dass er regelmäßig diverse Crashs vorhersagt und mit angeblich sicheren Alternativen teilweise sein Geld verdient, macht den deutschen Journalisten, und Sachbuchautor Günther Hannich für Kritiker zum fragwüdigen “Endzeit-Analysten”. Aber auch notorische Schwarzseher verfügen gelegentlich über einen scharfen Blick auf Daten und Fakten. Seine Analyse über die Wahrheit hinter den offiziellen US-Arbeitsmarktstatistiken widerlegt eine der gängigen Erfolgsmeldungen über den ökonomischen Vorsprung der USA.

“Die Arbeitslosenquote in den USA ist deutlich auf nur noch 7,0% gesunken. Beim Blick auf die langjährige Entwicklung wird deutlich, dass dies der niedrigste Stand seit fünf Jahren ist. Herzlichen Glückwunsch Barack Obama möchte man da sagen.

Aber dieser Erfolg ist bei genauerer Betrachtung gar kein Erfolg, denn die Zahl der erwerbstätigen US-Bürger stagniert seit Jahren. Wie kann es also sein, dass in diesem Umfeld die Arbeitslosenquote sinkt? Das liegt schlicht und einfach daran, dass immer weniger US-Bürger überhaupt noch einen Job suchen. In den vergangenen Jahren sind so Millionen US-Bürger aus der Statistik herausgefallen.

Das ist positiv für die Quote ändert aber nichts an der allgemeinen Lage: Es arbeiten immer weniger Menschen in den USA: Im Jahr 2000 lag die Erwerbstätigenquote bei 64,3%.

Das ist die Anzahl an US-Bürgern, die sich im erwerbstätigen Alter befinden. Als Barack Obama ins Weiße Haus einzog war die Quote schon auf 60,6% gesunken. Heute sind es nur noch 58,6%. Und schon seit mehr als 4 Jahren verharrt diese Quote bei weniger als 59%.

Auf der anderen Seite ist die Anzahl der inaktiven US-Bürger im erwerbstätigen Alter mit rund 12 Millionen Menschen zuletzt auf ein neues Rekordhoch gestiegen.

Doch ein Job allein sichert noch nicht das notwendige Einkommen in den USA. 40% aller Beschäftigten verdienen weniger als 20.000 Dollar im Jahr. Das sind umgerechnet  nur in etwas mehr als 14.500 Euro. Und diese Zahlen stammen sogar von der US-Sozialversicherung und sind damit als akkurat einzustufen.

Der Druck bei neuen Jobs ist zudem enorm. Erst kürzlich hat ein US-Einzelhandelskonzern in Washington DC zwei neue Supermärkte eröffnet. Für die 600 Jobs bewarben sich mehr als 23.000 Menschen. Im Endeffekt wurden nur 2,6% der Bewerber am Ende tatsächlich genommen. Da hat man bessere Chancen an der US-Eliteuniversität Harvard: Dort werden immerhin rund 6% der Bewerber im Endeffekt angenommen.”

Kommentare

  1. Wolfgang Ullram

    schade–ich hätte sehr auf eine stellungnahme zum nichterscheinen des offiziellen österreichs bei nelson mandelas trauerfeier erwartet. kann mir keine einreden, dass obamas termine nicht so wichtig waren wie die vom heifisch?
    kann ja net sein, dass ich statt rabl den unterweger als einzigen zu dem thema lesen muss (rohrer war auch solala)?

    • tazitus007

      ja eh! Sie dürfen aber nicht vergessen, dass Mandelas Tod völlig unerwartet die Republik traf! Bin von Fischer schon sehr enttäuscht!

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