Logische Gerechtigkeit

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Die Kinder sollen es einmal besser haben als ihre Eltern. Das war über Jahrzehnte der gemeinsame soziale Nenner in europäischen Gesellschaften.

Diese Gemeinsamkeit ist vorbei.

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Mein Leben gehört mir

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Alles Leben ist Statistik, alles Sterben auch. Zwei Dutzend Methoden des Suizids zählt eine einschlägige Statistik auf. Selbstmord durch Erhängen ist die häufigste Form, Suizid durch Sprengstoff läuft unter ferner liefen.

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Eimai Ellenas

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Jetzt geht es also ans Eingemachte zwischen der neuen griechischen Regierung und den Spitzengremien von EU und Euroland. Es bedarf nur einer leichten polemischen Übertreibung, dies als Konfrontation von Menschen mit Märkten zu verstehen.

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Nicht Kopftücher sind das Problem – Bretter vor dem Kopf sind es

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Gewiss, es gibt die Migranten-Buben ohne jeden Respekt vor Lehrerinnen und die Migranten-Mädchen, denen die Väter die Teilnahme am Schwimmunterricht verbieten. Gegen solche Formen der Integrationsverweigerung kann man durchaus über klare Konsequenzen bis zu Strafen diskutieren. (Eher rustikale Polit-Folklore ist dagegen der jüngste Vorschlag einiger ÖVP-Altgranden, in den Schulen das Kopftuch zu verbieten.)

Und gewiss, wir haben ein sehr ernsthaftes Problem mit der ultimativen Integrationsverweigerung von ein paar Dutzend oder auch Hundert islamistischen Fanatikern, die in den dschihadistischen Terror abwandern oder den unterstützen. Ob man aus klammer Staatskasse dafür gleich an die 300 Millionen für die Aufrüstung der Polizei aufwenden muss, bleibe mal dahingestellt.

Die ganz große, kaum diskutierte  Problematik missglückter Integration liegt freilich anderswo.

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Der Tunichts-Kanzler als ORF-Reformer

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Eine umfassende und grundlegende Reform der ORF-Gremien hatte Kanzler Faymann vor 2 Jahren versprochen. Umgesetzt wurde davon wieder einmal nichts. Jetzt richtet der Tunichts-Kanzler allen Ernstes an den umstrittenen Stiftungsrat “eine Anregung”: Die Stiftungsräte sollten aus ihrer Mitte selber einen kleine Runde mit den Aufgaben des Rates beauftragen, das große Gremium sollte eine Art Beirat werden. Blöd nur, dass es für eine solche Privataktion der Stiftungsräte keinerlei gesetzliche Basis gibt, des Kanzlers “innere Reform” also schlicht jenseitig irreal ist.

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Kreisky war ein “starker Mann”

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Die Sehnsucht nach einem “starken Mann” steigt unter den Österreichern. Auch wenn die entsprechende Meinungsumfrage ziemliche methodische Mängel hat, am Trend ist wohl nicht zu zweifeln. Fast ein Drittel der 1.000 Befragten bejahten den Satz: “Man sollte einen starken Führer haben, der sich nicht um Wahlen und Parlament kümmern muss.” Die Motive für diese Meinung wurde leider nicht im Detail untersucht.

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Die Rache einer gekränkten Frau

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Scheidungsanwälte und Steuerfahnder wissen es, Betroffene sowieso. Jetzt weiß es auch die SPÖ-Spitze: Hüte dich vor der Rache einer gekränkten Frau. Die auf Befehl aus der Parteizentrale höchst unsanft vom Vositz des ORF-Stiftungsrates entfernte Brigitte Kulovits-Rupp verließ aus Protest nicht bloß die – schamhaft als “Freundeskreis” bezeichnete – rote Fraktion im Stiftungsrat. Sie enthüllte auch, wie die SPÖ mit – laut Gesetz weisungsfreien – Mitgliedern des Stiftungsrates umspringt. Und was sich diese offenbar so gefallen lassen.

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Irreparabel beschädigt

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“Wie sie uns für dumm verkaufen! – Warum wir der Regierung nichts mehr glauben.” Treffender und knapper als das aktuelle Cover des profil kann man die Minderleistung der Koalition und die flächendeckende Reaktion der Wähler darauf nicht zusammenfassen.

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Februar 1934: Mein Vater hat geschossen

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Bis in den Hof der Brucker Gendarmeriekaserne waren die Schutzbündler vorgedrungen. Durch die Fenster feuerten die belagerten Polizisten und Gendarmen. Er konnte später nie ausschließen, dass es eine Kugel aus seinem Gewehr war, die Sepp Linhart tötete. Mein Vater hat jedenfalls geschossen im Februar 1934. Tragischer Höhepunkt eines kleinbürgerlichen österreichischen Lebens mit versöhnlichem Ausgang.

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Fundsachen: Gefrässiger Steuerstaat

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Der Steuerstaat wird immer noch gefrässiger, berichten die “Salzburger Nachrichten”. Die SN haben die genauen Zahlen aus internen Berechnungen der Regierung gefiltert. Demnach sind für 2014 Mehreinnahmen aus Steuererhöhungen und erhöhten Dividenden im Ausmaß von 1 Mrd. geplant, für 2015 weitere 1,4 Mrd. Dem stehen geplante Einsparungen bei den Ausgaben von nur 1,8 Mrd in den beiden kommenden Jahren gegenüber.
Zum Thema gefrässiger Steuerstaat passt die Berechnung der Statistik Austria, wonach 2012 die Einnahmen aus Lohnsteuern im Jahresvergleich um 7 % stiegen, während die Bruttogehälter nur einen Zuwachs von 4,7 % verzeichneten.

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